Tipps, wie Sie Ihren Eigenverbrauch von Photovoltaikanlagen optimieren können

 

Mit folgenden Tipps, zeigen wir Ihnen, wie Sie ihren Eigenverbrauch optimieren und Ihre Photovoltaikanlage richtig nutzen!

Es gibt viele Gründe, warum sich Eigenheimbesitzer für eine Photovoltaikanlage entscheiden. Meist spielen die Themen wie der Wunsch zur Selbstversorgung (Autarkie) oder die nachhaltige Stromproduktion und die damit verbundene Energiewende eine signifikante Rolle. Viele streben auch eine Unabhängigkeit vom Strommarkt an, welche von diversen Einflussfaktoren wie der Politik, Wirtschaft, Umwelt, usw. beeinflusst wird. Es gibt aber auch Gründe, warum manche sich gegen jene Investition entscheiden, wie z. B. dass die aktuelle Einspeisevergütung viel zu gering sei. 

Daher war es noch nie so attraktiv, den kostenfreien, selbstproduzierten Strom auch möglichst selbst zu nutzen. Um den Energiebezug aus dem öffentlichen Netz so gering wie möglich zu halten, werden nachfolgend einige Tipps aufgezählt, um den Anteil des Eigenverbrauchs der Photovoltaikanlage zu optimieren. 

 

Stromverbrauch senken

„Die günstigste kWh ist jene, welche Sie nie verbrauchen werden!“ – Hierbei spielt es keine Rolle, ob mit oder ohne PV-Anlage. Um Ihren Stromverbrauch zu verringern, sollten Sie im ersten Schritt sogenannte (unnötige) Stromfresser eliminieren. Dazu gehören vor allem Geräte, welche ständig in Betrieb sind wie z. B. ein Rechner, Laptop usw. und womöglich im Standby-Modus laufen. Auch in diesem Zustand brauchen Geräte elektrische Energie. Dies könnte vor allem für jene, die im Home Office arbeiten, teurer werden als gedacht! Der Standby-Modus ist daher für kürze Abwesenheiten wie die Mittagspause optimal, bei einer längeren Nicht-Nutzung des Geräts sollte dieses jedoch komplett abgeschaltet werden. Auch bei der Neuanschaffung von Elektronikartikeln sollte Wert darauf gelegt werden, ein kosteneffizientes Modell zu wählen, welche z. B. eine geringere Akku-Ladedauer aufweisen. 

… durch Lichtoptimierung

Auch wenn im Eigenheim konventionelle Glühbirnen schon durch LEDs ausgetauscht wurden, gibt es immer noch Möglichkeiten, noch mehr Energie einzusparen. Eine davon ist es, in Wohnräumen (Wohnküche, Wohnzimmer, Büro), in denen man sich häufig aufhält Dimmer zu installieren. Denn 40 % weniger Leuchtkraft bedeuten auch 40 % weniger kWh, die gezahlt werden müssen. Eine Reduktion der Leuchtkraft ist in den meisten Fällen ausreichend, wenn nicht gar angenehmer und entspannter für die Augen. 

 

Richtiges Timing

Das Betreiben mancher Geräte wie die Waschmaschine oder den Geschirrspüler kann man nicht verhindern! Daher ist es sinnvoll, jene Maschinen zum richtigen Zeitpunkt laufen zu lassen. Gerade die Mittagsstunden, in denen die Sonne am höchsten steht und folglich die Photovoltaikanlage am meisten Energie produziert, eignen sich optimal, um den Eigenverbrauch der Anlage zu erhöhen. Dazu zählt auch das Laden von Akkus wie z. B. von Gartengeräten, E-Bikes usw. Denn in der Nacht werden meist auch Smartphones, Smartwatches und ähnliches Equipment geladen, welche bei Tageslicht wieder im Einsatz sind. Für all jene, die tagsüber nicht zuhause sind und mittags nicht die Wasch- oder Spülmaschine einschalten können, lässt sich der Startpunkt mancher Geräte mit Zeitprogrammen oder per App bestimmen. Für das Laden von Akkus wäre eine Zeitschaltuhr eine Option, welche man womöglich mit der Weihnachtsbeleuchtung verstaut hat. 

 

Strom speichern und Eigenverbrauch optimieren

Wer meist nur morgens oder abends zuhause ist und den gewonnenen Strom nicht direkt nutzen kann, ist es ratsam, die PV-Anlage mit einem Speicher zu ergänzen. Die Anschaffungskosten für Speichersysteme sind zudem in den letzten Jahren um einiges gesunken, wodurch sich die Stromproduktion der PV-Anlage in Kombination mit einem Speicher nun als wirtschaftlich erweist. 

 

Wärme mit elektrischer Energie aus Ihrer Photovoltaikanlage

Damit Sie den Eigenverbrauch der PV-Anlage weiter erhöhen können, muss hierbei gar nicht im großen Sinne gedacht werden, wenn es um Heizvorrichtungen geht. Eine Möglichkeit wäre die Aufbereitung des Warmwassers für die Spüle oder andere Waschbecken über einen Durchlauferhitzer. Mittlerweile gibt es sogar schon preiswerte Armaturen, in welchen jene Funktion schon integriert ist. Eine andere Option ist es, in den Übergangszeiten das Heizen mit Infrarot-Lösungen zu unterstützen. Dies stellt eine optimale Zwischenlösung dar und die Zentralheizung kann zum gewohnten Zeitpunkt ein- bzw. ausgeschalten werden. Erfahren Sie hier mehr über Heizen mit einer Photovoltaikanlage

 

Integration einer Wärmepumpe

Vor allem Besitzer einer PV-Anlage sollten sich darüber Gedanken machen, ob es sich doch lohnt, ihren erzeugten Strom zum Heizen zu nutzen! Nicht nur der Umwelt, sondern auch deren Bankkonten zuliebe, um nicht mehr von immer teurer werdenden, fossilen Brennstoffe abhängig zu sein. Wird also die richtige Technologie eingesetzt, ist das Heizen mit Strom sogar günstiger. 

 

E-Mobility noch grüner

Wenn überlegt wird, ein E-Auto zu erwerben oder sogar bereits vorhanden ist, ist die Anschaffung einer Wallbox aus mehreren Gründen clever. Ein nachhaltiges Fortbewegungsmittel mit fossil erzeugter Energie zu tanken widerspricht sich doch! So wird der Stromüberschuss noch sinnvoller genutzt und der Preis pro kWh kann sich (über die gesamte Nutzungsdauer) auch sehen lassen. Dazu kommt, dass Wallboxen aktuell vom Staat gefördert werden – für Privatpersonen sowie für Gewerbe. 

 

Fazit: 

Durch clevere Kombination einzelner Komponente und der optimalen Nutzung der erzeugten Sonnenenergie steht der Energie-Autarkie nichts mehr im Wege! Optimieren Sie Ihren Eigenverbrauch und Nutzen Sie Ihre Photovoltaikanlage effizient!

Weitere Möglichkeiten finden Sie auch hier.

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Tatjana Rahman