Gründe, sich jetzt schon mit der Anschaffung einer Wallbox auseinander zu setzten!

 

Gleichgültig ob Sie sich bereits ein E-Auto oder Hybridfahrzeug angeschafft haben und  sich bereits Gedanken um eine Wallbox gemacht haben. Es lohnt sich jetzt schon, sich Gedanken über eine Anschaffung einer Wallbox für Ihr zukünftiges Elektro- oder Hybridfahrzeug nachzudenken. Denn seit dem 22.Juli 2021 hat die KfW wieder neue Fördermittel zur Verfügung gestellt, um sich Ihre zukünftige Wallbox fördern zu lassen. Im folgenden Artikel wird Ihnen aufgezeigt, wie die Förderung zustande kommt und warum eine Anschaffung einer eigenen Wallbox jetzt schon clever ist. Zusätzlich wird beschrieben, unter welchen Voraussetzungen Sie die Fördermittel beantragen können.

 

Das bundesweite Förderprogramm für Wallboxen

Das KfW-Fördermittelprogramm wurde um 300 Millionen Euro aufgestockt, da die bisherigen 500 Millionen Euro bereits ausgeschöpft wurden. Der aktuelle Zuschuss liegt hier bei 900 Euro pro Ladepunkt. Dies bedeutet, dass Sie mit einem Ladepunkt ein E-Auto laden können, aber nicht mehrere gleichzeitig. Weißt die zukünftige Ladestation mehrere Ladepunkte auf, erhalten Sie für jeden einzelnen Ladepunkt die ausgeschriebene Förderung. Das wichtigste Kriterium ist dabei aber, dass der Antrag noch vor der Anschaffung eingereicht wird. Möglich ist dies auch nur für jene, welche diese auch ausschließlich für den privaten Gebrauch installieren wollen. Dies bedeutet dass z. B. das Errichten von Ladesäulen auf Kundenparkplätzen und das Laden der Firmenautos hierbei nicht unterstützt werden. Doch welche Gründe sprechen für eine Installation im Eigenheim?

 

Die aktuelle Strompreislage

Nicht nur die hohen Anschaffungskosten eines E-Autos oder Hybrid-Fahrzeuge, sondern auch die aktuelle Strompreislage lässt eine Investition in eine Wallbox oder auch Wallbox nicht sehr attraktiv wirken. Die steigende Nachfrage nach elektrischer Energie und der Kohle- bzw. Atomkraft-Ausstieg sind treibende Faktoren, welche die Stromkosten in die höhe schnellen lassen. Ein Grund mehr, dass Sie sich nach alternativen Möglichkeiten umsehen, um unabhängiger vom Energiemarkt, den Energieversorgern und von politischen Entscheidungen zu werden. Sich ein eigenes Wasserkraftwerk oder eine Windkraftanlage auf sein Grundstück zu stellen ist zwar nicht unmöglich, aber kaum ohne größere Hürden umzusetzen. Umso einfacher ist die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage, welche mit einem Stromspeicher versehen ist. Mittlerweile gibt es einige Photovoltaik-Lösungen, welche sich auch nach kurzer Zeit als wirtschaftlich erweisen. Denn wie in unserem letzten Artikel schon erwähnt, ist eine Photovoltaik-Anlage umso wirtschaftlicher, umso höher der Eigenverbrauch ist. Weitere Infos zu unseren Photovoltaik-Lösungen finden Sie hier.

 

Das Verbrenner-Aus und die CO2-Steuer

Ein weiterer Grund für Sie, sich jetzt schon mit einer eigenen Ladeinfrastruktur auszustatten, ist das geplante Verbrenner-Aus im Jahr 2035. Hierbei ist von der EU-Kommission beabsichtigt, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Kohlenstoffdioxid-Emissionen auf Null sinken sollen. Dies bedeutet, dass keine neuen Zulassungen mehr für Kraftstoff-Verbrenner vorgesehen sind. Bis dahin sind zusätzliche Maßnahmen eingeleitet worden, um die CO2-Reduzierungsziele zu erreichen. Dies wiederum führt jedoch dazu, den Kauf von den beliebten Verbrennern unattraktiver zu machen. Am Anfang des Jahres wurde die CO2-Steuer mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 eingeführt. Dieser soll jedoch bis zum Jahr 2025 Schritt für Schritt auf 55 Euro erhöht werden. Also zahlen wir bei jeder Tankfüllung anteilig die CO2-Steuer mit, folgend wird dadurch der Kraftstoffpreis die nächsten Jahre alleine aus diesem Grund steigen. Dazu wurde beschlossen, dass PKW’s, welche einen hohen CO2-Ausstoß aufweisen, direkt höher versteuert werden wie z. B. SUV’s und Sportwägen. Laut der Präsidentin der europäischen Kommission von der Leyen muss der CO2 Preis so hoch sein, damit man sich für eine saubere und/oder umweltfreundlichere Lösung entscheidet.

 

Öffentliche Stationen vs. Wallbox

Auch wenn die KfW-Bankengruppe nur den Ausbau von privatgenutzten Ladesäulen unterstützt, so gibt es vom Bund eine Alternative, die den öffentlichen Ausbau vorantreiben wollen. Zwar wird nach und nach das öffentliche Ladesäulen-Netz ausgeweitet, doch aktuell gibt es noch kein einheitliches Bezahlsystem an den vorhandenen Stationen. Dies stellt vor allem ein Problem für jene Elektroauto- bzw. Hybrid-Fahrer dar, welche spontan ihr Auto mit elektrischer Energie tanken müssen. Erst ab dem 1. Juli 2023 müssen neu errichtete Ladesäulen mit einem vereinheitlichtem Zahlungssystem ausgestattet sein, an welchem man z. B. mit EC-, Kreditkarte oder kontaktlos zahlen kann. Ältere Stationen, welche bereits in Betrieb sind müssen jedoch nicht nachgerüstet werden.

 

Was muss beachtet werden, damit Sie die Förderung für eine Wallbox erhalten?

Eine der Voraussetzungen ist dabei, dass die Investition mindestens 900 Euro betragen muss. Auch die Kosten für den Einbau und der Anschluss der Ladestation (inkl. Installation) fallen darunter. Zusätzliche Bedingungen sind eine Leistung von 11 kW und einer intelligenten Steuerung. Auch ein Gerät mit stärkerer Leistung kann angeschafft werden, jedoch muss dieses auf die 11 kW begrenzt werden. Wichtig ist dabei, dass dann auch mit Grünstrom geladen wird – entweder vom Energieversorger oder eben direkt aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Doch nicht jede Ladestation wird auch gefördert. Dazu aber mehr hier.

 

Fazit:

Früher oder später werden Sie so und so vor der Entscheidung stehen, ob Sie sich ein voll elektrisches Auto anschaffen oder nicht. Vor allem wenn Sie schon im Besitz eines Eigenheimes sind, lohnt sich die Investition. Denn dies ist auch eine Investition in eine unabhängigere Zukunft.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Tatjana Rahman