Die Abschaffung des Solardeckels – Was das für zukünftige Photovoltaik-Besitzer bedeutet!

 

Der Begriff Einspeisevergütung ist jedem Photovoltaik-Interessenten und natürlich auch Besitzer bekannt. Diese wurde als Entlohnung für jede Kilowattstunde Strom eingeführt, welche nicht selbst verbraucht wird und ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Einspeisevergütung wird durch die EEG-Umlage finanziert, welche wiederum durch den Strompreis finanziert wurde. Was bedeutet bzw. verändert sich nun mit der Abschaffung des Solardeckels? Dies erfahren Sie im Laufe dieses Beitrags!

 

Was genau ist der Solardeckel?

Die Bundesregierung hatte im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Instrument zur Förderung von Strom aus regenerativen Quellen eingeführt, welches stetig aktualisiert wurde. Die Fassung im Jahr 2012 sah vor, dass sobald in ganz Deutschland eine Leistung von 52 Gigawatt überschritten wird, die Einspeisevergütung für neu in Betrieb genommene Anlagen bis 750 kWp und seit 1. Januar 2021 Anlagen bis 300 kWp wegfallen würde, welches als sogenannter Deckel bezeichnet wurde. Deckel daher, dass der Topf zugemacht wird, wenn diese Grenze eben überschritten wird. Diese passierte schon im Sommer 2020 und die installierte Leistung lag Ende des Jahres 2020 bei 54 Gigawatt.

 

Warum der Solardeckel den Klimaschutz stoppt!

Wie im neuen Blogartikel „Klimapläne der neuen Ampel-Regierung“ schon erwähnt, sollen bereits im Jahr 2030 80 % der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Wäre der Solardeckel immer noch aktuell, wäre dies für den Klimaschutz ein gewaltiger Rückschlag gewesen!

Daher war die Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes am 18. Juni 2020 auch ein Meilenstein, um eine nachhaltigere Zukunft für Deutschland zu garantieren. Denn für viele Eigenheimbesitzer, welche künftig sich mit einer Photovoltaik-Anlage ausstatten wollen, bleibt der Anreiz erhalten und die Einspeisevergütung ist auch weiterhin gesichert.

 

Warum sich Photovoltaik-Systeme auch ohne Einspeisevergütung lohnen!

Wie vielen bekannt ist, spielt für Eigenheimbesitzer, die EEG-Vergütung gar keine so große Rolle mehr. Zwar konnte man damit einst gutes Geld verdienen und obwohl die Anlagenkosten damals fast doppelt so teuer waren wie heute, hat sich die Photovoltaikanlage durch die Einspeisevergütung schon nach ein paar Jahren amortisiert. Im Regelfall werden heutzutage Solaranlagen mit einem Batteriespeicher ausgestattet, damit man morgens sowie abends den selbst gewonnene Strom auch selbst nutzen kann. So wird der Großteil nicht ins öffentliche Netz eingespeist, wodurch der Eigenverbrauch maximiert, aber die Einspeisevergütung geschmälert wird. Eigenheimbesitzer erreichen somit im Schnitt eine Unabhängigkeit von bis zu 80 % vom öffentlichen Netz. Da aktuell der Strompreis bei ca. 32 Cent liegt und die Einspeisevergütung zwischen 6 und 7 Cent liegt, entsteht dadurch auch bei aktueller Inbetriebnahme ein klarer finanzieller Vorteil! Aber auch nur dann, wenn der Eigenverbrauch maximiert und auch optimiert wird!

 

Was hat sich für Eigenheimbesitzer nun ändert!

Für jene, die ihr Wohneigentum in Zukunft mit einem Photovoltaik-System ausstatten wollen, hat sich im Endeffekt nicht geändert. Wie gewohnt, werden auch künftige Anlagenbesitzer bis 300 kWp eine Einspeisevergütung erhalten. Auch jene, die bereits eine Einspeisevergütung bekommen, müssen nicht darum bangen, dass sich dies künftig ändert. Denn genau das wäre ab Mitte 2020 eingetreten, wenn der Deckel nicht abgeschafft worden wäre!

 

Fazit

Eigenheimbesitzer, welche den selbstproduzierten Strom hauptsächlich selbst benutzen, wären vom Wegfall der Einspeisevergütung nicht ganz so betroffen. Trotzdem ist die weitere Förderung ein wichtiges Zeichen für jeden, der zukünftig in Photovoltaik investieren will. Somit steht einem weiteren Photovoltaik-Ausbau in Deutschland nichts mehr im Weg!

Wollen auch Sie ein eigenes Photovoltaik-System, mit dem Sie größtenteils unabhängig vom Energieversorger Strom verbrauchen? Dann schreiben Sie uns jetzt schon über unser Kontaktformular!

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Tatjana Rahman