Fossile Heizkosten senken durch Photovoltaik – warum sich Photovoltaik für Privathaushalte im Jahr 2022 mehr lohnt denn je!

 

Photovoltaik ist in aller Munde! Wirft man dazu einen Blick auf die Dächer, wird darüber nicht nur gesprochen, sondern auch in Taten umgesetzt! Denn Strom wird immer teurer (PV-Strom ca. 10 Cent vs. Netzstrom ca. 32 Cent). Aber auch die Heizkosten werden immer teurer und die aktuelle Lage zeigt uns, dass dieser Trend anhalten wird. Dies bekommen nun jene Haushalte zu spüren, welche nicht mit Strom heizen (Wärmepumpe, Infrarot, etc.). Was viele aber nicht wissen, ist, dass man mit Photovoltaik nicht nur Strom erzeugen, sondern damit auch heizen kann. Wie dies funktioniert, erfahren Sie hier!

 

Wärmegewinnung aus Photovoltaik

Besitzt man eine Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher, so liegt im Durchschnitt der Eigenverbrauchsanteil bei ca. 70 Prozent. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die übrigen 30 Prozent verschenkt werden. Meist wird dieser Stromüberschuss ins öffentliche Netz eingespeist oder an einen anderen Abnehmer verkauft. Da aber die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung nicht mehr wirklich attraktiv für den Anlagenbesitzer ist, wäre es also optimal, den Eigenverbrauch zu optimieren bzw. zu erhöhen. Somit verbraucht man nicht nur unabhängiger Strom vom Energieversorger, sondern erhöht die Wirtschaftlichkeit der Anlage (umso höher der Eigenverbrauch, umso günstiger wird die Kilowattstunde PV-Strom). Durch die Installation eines Power-to-Heat-Systems, kann nun auch überschüssiger Photovoltaik-Strom zur nachhaltigen Erzeugung von Warmwasser eingesetzt werden.

 

Senkung der Heizkosten durch Power-To-Heat

Unabhängig davon, ob ein Photovoltaiksystem mit einem Stromspeicher ausgestattet ist, kann mit überschüssigem Strom ein PV-Heizstab betrieben werden, um Warmwasser aufzubereiten. Dies hat den Effekt, dass das primäre Heizsystem zur Warmwasserbereitung (Öl, Gas, Holz) entlastet wird und somit Kosten eingespart werden. Zudem sind diese PV-Heizstäbe in der Regel sehr Preiswert und kosten zwischen 500 bis 1000 Euro.

 

Wie funktioniert diese Art von Wärmegewinnung, um Heizkosten zu senken?

Der PV-Heizstab wird in den Pufferspeicher eingesetzt und erhitzt das darin befindliche Wasser nur mit Solarstrom. Je nach Heizungssystem kann nun dieses Wasser im Haushalt verbraucht oder zum Heizen verwendet werden. Durch ein intelligentes Managementsystem, wird der PV-Heizstab nur mit PV-Strom versorgt, wenn ein Stromüberschuss vorhanden ist. Somit stellt das Power-to-Heat-System eine Erweiterung (kein Ersatz für ein Heizsystem) dar.

 

Darum lohnt sich ein Photovoltaik-System mit der Erweiterung eines PV-Heizstabes für Privathaushalte!

Die Einsparung von Energiekosten mit einem PV-Heizstab hängt von mehreren Faktoren, wie z. B. die Art des Heizsystem, Brennstoffkosten, Warmwasserbedarf und die Höhe des überschüssigen Solarstroms ab. Besonders lohnt sich diese „Heizerweiterung“, wenn fossile Brennstoffe teuer sind. In den Zeiten, wo diese sehr günstig sind, ist der Betrieb des Heizstabes mit PV-Strom trotzdem nicht von Nachteil, da die Kosten für die Brennstoffe ziemlich identisch mit der Einspeisevergütung ist. Als grober Richtwert wäre ein PV-Stromüberschuss von ca. 700 Watt in den Sommermonaten gut, damit sich die Anschaffung eines Heizstabes lohnt.

 

Fazit

Photovoltaik ist vielfältiger als gedacht! Da zurzeit die Energiekosten stark angestiegen sind und voraussichtlich weiter steigen, ist ein intelligentes Photovoltaik-System gleich aufgrund mehrerer Vorteile lohnenswert!

 

+ kostengünstige Anschaffung des Heizstabes selbst

+ Entlastung der Umwelt durch Einsparung von CO2

+ Eigenverbrauch wird erhöht & somit auch Autarkie

+ Wirtschaftlichkeit des PV-Systems wird erhöht

+ Senkung der Heizkosten durch Absicherung von steigenden Energiepreisen

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Tatjana Rahman